ABCD-Städte in Deutschland 2026: Die komplette Liste

Allgemein

A, B, C oder D – welcher Immobilienstandort passt zu Ihren Anlagezielen? Die ABCD-Städte-Klassifizierung teilt deutsche Städte nach ihrer Bedeutung für den Immobilienmarkt ein: A steht für die großen Metropolen, D für kleinere Regionalzentren. Entwickelt wurde die Systematik vom Analysehaus bulwiengesa, dessen RIWIS-Datenbank bis heute der Branchenstandard für die Einteilung ist.

Hier finden Sie die komplette, aktuelle Liste aller A-, B-, C- und D-Städte in Deutschland (Stand: Juli 2026), die Kriterien dahinter – und eine ehrliche Einordnung, was die Klassifizierung für Ihre Investmentenscheidung taugt.

7A-Städte
14B-Städte
22C-Städte
84D-Städte

Was bedeutet die ABCD-Klassifizierung?

Die Einteilung bewertet Städte nach ihrer funktionalen Bedeutung für den nationalen und internationalen Immobilienmarkt – nicht einfach nach Einwohnerzahl. A-Städte sind die wichtigsten Zentren mit internationaler Strahlkraft, B-Städte Großstädte mit nationaler Bedeutung, C-Städte wichtige Regionalzentren mit Ausstrahlung auf ihr Umland und D-Städte kleinere Städte mit zentraler Funktion für ihre unmittelbare Region.

In die Bewertung fließen unter anderem folgende Kennzahlen ein:

  • Bevölkerungsentwicklung und -prognose
  • Wirtschaftskraft und Arbeitsmarktstabilität
  • Einkommensniveau der Haushalte
  • Büro- und Wohnimmobilien-Marktvolumen
  • Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Bildungseinrichtungen
  • Entwicklung der Immobilienpreise und Mieten

Wichtiger Hinweis: Die Einstufung liefert eine Markteinordnung, aber keine Aussage über die Qualität einer konkreten Investition. Auch in D-Städten gibt es Top-Objekte – und in A-Städten Fehlkäufe.

A-Städte in Deutschland: Die Big Seven

Die sieben A-Städte sind die wichtigsten deutschen Immobilienmärkte mit internationaler Bedeutung: große Finanz-, Handels- und Kulturzentren mit internationalen Flughäfen und höchster Nachfrage. Für Investoren bedeuten sie geringes Leerstandsrisiko bei vergleichsweise niedrigen Anfangsrenditen – die Sicherheit ist eingepreist.

StadtBundesland
BerlinBerlin
DüsseldorfNordrhein-Westfalen
Frankfurt am MainHessen
HamburgHamburg
KölnNordrhein-Westfalen
MünchenBayern
StuttgartBaden-Württemberg

B-Städte in Deutschland: 14 Großstädte mit nationaler Bedeutung

B-Städte sind Großstädte mit nationaler und regionaler Bedeutung – typischerweise zwischen 250.000 und 650.000 Einwohnern. Sie bieten solide Nachfrage bei moderateren Kaufpreisen; die Renditen liegen im Schnitt rund einen Prozentpunkt über denen der A-Städte. Übrigens ein verbreiteter Fehler in vielen Listen: Es sind 14 B-Städte – Wiesbaden gehört dazu.

StadtBundesland
BochumNordrhein-Westfalen
BonnNordrhein-Westfalen
BremenBremen
DortmundNordrhein-Westfalen
DresdenSachsen
DuisburgNordrhein-Westfalen
EssenNordrhein-Westfalen
HannoverNiedersachsen
KarlsruheBaden-Württemberg
LeipzigSachsen
MannheimBaden-Württemberg
MünsterNordrhein-Westfalen
NürnbergBayern
WiesbadenHessen

C-Städte in Deutschland: 22 wichtige Regionalzentren

C-Städte haben überwiegend regionale Bedeutung, strahlen aber deutlich auf ihr Umland aus. Viele punkten mit Universitäten, spezialisierter Wirtschaft und stabiler Nachfrage – bei nochmals attraktiveren Einstiegspreisen. Das Risiko: Ihre Märkte sind kleiner und weniger liquide, gute Objekt- und Mikrolagen-Kenntnis ist hier wichtiger als in A- und B-Städten.

StadtBundesland
AachenNordrhein-Westfalen
AugsburgBayern
BielefeldNordrhein-Westfalen
BraunschweigNiedersachsen
DarmstadtHessen
ErfurtThüringen
ErlangenBayern
Freiburg im BreisgauBaden-Württemberg
HeidelbergBaden-Württemberg
KielSchleswig-Holstein
LübeckSchleswig-Holstein
MagdeburgSachsen-Anhalt
MainzRheinland-Pfalz
MönchengladbachNordrhein-Westfalen
Mülheim an der RuhrNordrhein-Westfalen
Offenbach am MainHessen
OsnabrückNiedersachsen
PotsdamBrandenburg
RegensburgBayern
RostockMecklenburg-Vorpommern
SaarbrückenSaarland
WuppertalNordrhein-Westfalen

D-Städte in Deutschland: 84 kleinere Regionalzentren

D-Städte haben ein geringes Marktvolumen, erfüllen aber eine zentrale Versorgungsfunktion für ihr regionales Umfeld – meist mit Einwohnerzahlen um die 100.000. Für Investoren locken hier die höchsten Anfangsrenditen; im Gegenzug sind Leerstandsrisiko und Abhängigkeit von einzelnen Arbeitgebern am größten. Die sorgfältige Standortprüfung ist bei D-Städten Pflicht.

StadtBundesland
AlbstadtBaden-Württemberg
AschaffenburgBayern
BambergBayern
BayreuthBayern
Bergisch GladbachNordrhein-Westfalen
BottropNordrhein-Westfalen
Brandenburg an der HavelBrandenburg
BremerhavenBremen
ChemnitzSachsen
CoburgBayern
CottbusBrandenburg
Dessau-RoßlauSachsen-Anhalt
DetmoldNordrhein-Westfalen
DürenNordrhein-Westfalen
EisenachThüringen
FlensburgSchleswig-Holstein
Frankfurt (Oder)Brandenburg
FriedrichshafenBaden-Württemberg
FuldaHessen
FürthBayern
GelsenkirchenNordrhein-Westfalen
GeraThüringen
GießenHessen
GörlitzSachsen
GöttingenNiedersachsen
GreifswaldMecklenburg-Vorpommern
GüterslohNordrhein-Westfalen
HagenNordrhein-Westfalen
HalberstadtSachsen-Anhalt
Halle (Saale)Sachsen-Anhalt
HammNordrhein-Westfalen
HanauHessen
HeilbronnBaden-Württemberg
HerneNordrhein-Westfalen
HildesheimNiedersachsen
IngolstadtBayern
JenaThüringen
KaiserslauternRheinland-Pfalz
KasselHessen
KemptenBayern
KoblenzRheinland-Pfalz
KonstanzBaden-Württemberg
KrefeldNordrhein-Westfalen
LandshutBayern
LeverkusenNordrhein-Westfalen
LüdenscheidNordrhein-Westfalen
Ludwigshafen am RheinRheinland-Pfalz
LüneburgNiedersachsen
MarburgHessen
MindenNordrhein-Westfalen
MoersNordrhein-Westfalen
NeubrandenburgMecklenburg-Vorpommern
NeumünsterSchleswig-Holstein
NeussNordrhein-Westfalen
OberhausenNordrhein-Westfalen
OffenburgBaden-Württemberg
OldenburgNiedersachsen
PaderbornNordrhein-Westfalen
PassauBayern
PforzheimBaden-Württemberg
PlauenSachsen
RatingenNordrhein-Westfalen
RavensburgBaden-Württemberg
RecklinghausenNordrhein-Westfalen
RemscheidNordrhein-Westfalen
ReutlingenBaden-Württemberg
RosenheimBayern
SalzgitterNiedersachsen
SchweinfurtBayern
SchwerinMecklenburg-Vorpommern
SiegenNordrhein-Westfalen
SolingenNordrhein-Westfalen
StralsundMecklenburg-Vorpommern
SuhlThüringen
TrierRheinland-Pfalz
TübingenBaden-Württemberg
UlmBaden-Württemberg
Villingen-SchwenningenBaden-Württemberg
WeimarThüringen
WilhelmshavenNiedersachsen
WittenNordrhein-Westfalen
WolfsburgNiedersachsen
WürzburgBayern
ZwickauSachsen

ABCD-Städte im Bundesland-Vergleich

Nordrhein-Westfalen stellt mit Abstand die meisten klassifizierten Städte – allein 2 A-, 6 B- und 5 C-Städte. Bayern und Baden-Württemberg folgen mit vielen D-Standorten, während Berlin und Hamburg als Stadtstaaten „nur“ ihre eigene A-Stadt einbringen:

BundeslandABCD
Baden-Württemberg12211
Bayern11312
Berlin1
Brandenburg13
Bremen11
Hamburg1
Hessen1125
Mecklenburg-Vorpommern14
Niedersachsen127
Nordrhein-Westfalen26523
Rheinland-Pfalz14
Saarland1
Sachsen24
Sachsen-Anhalt13
Schleswig-Holstein22
Thüringen15

Bedeutung für Investoren: Rendite gegen Risiko

Als Faustregel gilt: Je höher die Kategorie, desto höher Kaufpreis und Nachfrage – und desto niedriger Anfangsrendite und Risiko. A- und B-Städte gelten wegen der hohen Nachfrage und des geringen Leerstandsrisikos als „sichere“ Investments, liefern Privatanlegern aber tendenziell niedrigere Renditen. C- und D-Städte bieten attraktivere Einstiegspreise und höhere Renditen – verlangen dafür aber deutlich mehr Standort-Know-how.

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Ist die ABCD-Einteilung noch zeitgemäß?

Berechtigte Frage – und in der Branche wird sie offen diskutiert. Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) hält die klassische ABCD-Einteilung inzwischen für zu grob, weil sie dynamische Entwicklungen einzelner Städte nur träge abbildet. Beispiele gibt es genug: Leipzig war zeitweise als A-Kandidat im Gespräch, boomende Universitätsstädte wie Regensburg oder Potsdam performen besser als manche B-Stadt.

Unser Fazit: Die Klassifizierung bleibt der beste erste Filter für die Standortsuche – ersetzt aber keine Detailanalyse. Prüfen Sie immer die konkrete Mikrolage, die lokale Wirtschaftsstruktur und die Preisentwicklung der letzten Jahre, bevor Sie investieren.

FAQ – Häufige Fragen zu den ABCD-Städten

Wie viele A-Städte gibt es in Deutschland?

Es gibt sieben A-Städte, die sogenannten „Big Seven“: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Sie sind die wichtigsten deutschen Immobilienmärkte mit internationaler Bedeutung.

Welche Städte sind B-Städte?

Zu den 14 B-Städten zählen Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Essen, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Mannheim, Münster, Nürnberg und Wiesbaden – Großstädte mit nationaler und regionaler Bedeutung.

Wer legt die ABCD-Klassifizierung fest?

Die Einteilung stammt vom Immobilien-Analysehaus bulwiengesa und wird über dessen RIWIS-Datenbank gepflegt. Sie ist der De-facto-Branchenstandard, aber keine amtliche Klassifizierung – andere Analysehäuser nutzen teils leicht abweichende Listen.

Welches Bundesland hat die meisten ABCD-Städte?

Nordrhein-Westfalen mit großem Abstand: 2 A-Städte (Düsseldorf, Köln), 6 B-Städte, 5 C-Städte und 23 D-Städte. Dahinter folgen Bayern und Baden-Württemberg.

A-Stadt oder B-Stadt – wo sollte ich investieren?

A-Städte bieten maximale Sicherheit bei niedrigen Renditen, B-Städte im Schnitt rund einen Prozentpunkt mehr Rendite bei weiterhin solider Nachfrage. Für Einsteiger mit Sicherheitsfokus sind A- und B-Städte die naheliegende Wahl; renditeorientierte Anleger mit Marktkenntnis finden in C- und D-Städten die besseren Einstiegspreise.

Sind die ABCD-Listen immer aktuell?

Die Klassifizierung wird von bulwiengesa gepflegt und ändert sich selten, einzelne Auf- und Abstufungen kommen aber vor. Unsere Liste entspricht dem Stand Juli 2026.

Klassifizierung nach bulwiengesa/RIWIS, Stand: Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

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